Foodwaste Impossible - Warenwirtschaftssystem für den Privathaushalt

Forschungsschwerpunkt
Nachhaltiges Wirtschaften, Innovative Werkstoffe & Energie
Laufzeit

01.06.2018 - 30.11.2020

Beschreibung

Motivation

Wann haben Sie zuletzt ein Lebensmittel weggeworfen und warum? In Deutschland gehen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg jährlich mehr als 11 Millionen Tonnen an Lebensmitteln verloren. Ein Großteil dieser Verluste entsteht auf der Seite des Endkunden. Durchschnittlich 82 Kilogramm Lebensmittel landen bei jedem Deutschen pro Jahr im Mülleimer. Ein wesentlicher Grund für die hohe Zahl an Lebensmittelverlusten ist das Wegwerfen eines Lebensmittels nach Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums. Dass diese Situationen auftreten, liegt in aller Regel daran, dass Verbraucher den aktuellen Bestand an Vorräten nicht genau kennen und den Verderb von Lebensmitteln zu spät bemerken. Ein Großteil dieser Lebensmittelverluste ließe sich verhindern, wenn der Verbraucher über den Warenbestand in seinem Haushalt und mögliche Verwertungsoptionen informiert ist. Neben den Lebensmittelverlusten entsteht jedem Verbraucher auch ein finanzieller Verlust von etwa 235 Euro. Der Verlust an Ressourcen, die zur Herstellung von Lebensmitteln benötigt werden ist ungleich größer und entspricht alleine in Bayern einer Energiemenge mit der Würzburg, Erlangen und Fürth ein Jahr lang mit Strom versorgt werden könnten. Jeder vermiedene Lebensmittelverlust im Privathaushalt bedeutet damit eine Steigerung der Ressourceneffizienz der gesamten Wertschöpfungskette.

Projektziel

Im Rahmen der projektbegleitenden Öffentlichkeitsarbeit soll auf die große Menge an Verlusten und Möglichkeiten zur Vermeidung hingewiesen werden, um das Bewusstsein der Verbraucher zu schärfen. Entwickelt wird ein „Warenwirtschaftssystem“ für Privathaushalte als Prototyp. Mithilfe dieser App sollen Privatpersonen größere Transparenz über ihren Bedarf an Lebensmitteln, strukturierte Zusatzinformationen und einen spielerischen Zugang zum Thema erhalten. Sie können ihre Einkäufe und Verbräuche erfassen und besser planen, sodass Lebensmittelverluste reduziert werden.

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Frauenhofer- Institut für Materialfluss und Logistik (IML)