BLADL

Besser leben im Alter durch digitale Lösungen

Forschungsschwerpunkt
Digitale Wirtschaft und Gesellschaft
Laufzeit

01.04.2018 - 31.03.2020

Beschreibung

Motivation

Digitalisierung bietet zunehmend Möglichkeiten, eine Verbesserung der Lebensbedingungen im strukturschwachen ländlichen Raum zu unterstützen. Ältere Menschen können sich dem nicht oder nur sehr schwer entziehen und möchten zumeist an dieser Welt auch sehr gerne teilhaben. Oft sind die Möglichkeiten, einen Zugang zu diesem Thema zu finden, auf unregelmäßige Angebote der Volkshochschulen begrenzt und durch Berichte über Datendiebstahl, Internetbetrug und die Angst, etwas falsch zu machen, negativ belegt. Dabei bieten das Internet und die damit verbundenen Technologien aber gerade auch vielen Älteren Chancen auf mehr Lebensqualität und Teilhabe in ihrem direkten Umfeld. Wie können dementsprechend die digitalen Technologien dazu genutzt werden, das Leben älterer Menschen positiv zu verändern? Und was muss getan werden, damit ältere Menschen nicht von diesen Entwicklungen abgehängt und befähigt werden, diese nutzbringend zu verwenden?

Projektziele

Das Projekt „BLADL“ setzt an mehreren Punkten an, um Digitalisierung zur Verbesserung der Lebensbedingungen im ländlichen Raum - speziell für Senioren - einzusetzen. – Im ersten Schritt wurde mit der Ertüchtigung zur Nutzung digitaler Technologien und Angebote begonnen. An eine Marktanalyse bestehender Weiterbildungsansätze schloss sich deren Priorisierung und Auswahl der geeigneten Möglichkeiten an. Diese werden im digitalen Modelldorf realisiert und evaluiert, um als Ergebnis einen Leitfaden für die geeignete Befähigung von Senioren zur nutzbringenden Verwendung digitaler Technologien zu erstellen. Zweitens werden ehrenamtliche Angebote über zu entwickelnde digitale Plattformen angeboten und der Dorfbevölkerung zugängig gemacht („digitale Nachbarschaftshilfe“). Diese Angebote können sukzessive erweitert werden. Beispiele sind Koordination von Mitfahrmöglichkeiten z. B. zum Einkaufen für Senioren oder ehrenamtliche Fahrdienste oder Einkaufsdienste. Drittens werden passive, also nicht direkt wahrgenommene Unterstützungslösungen in Seniorenhaushalten, sogenannte Assistenzsysteme (Ambient-Assisted-Living-Systeme (AAL)) entwickelt und implementiert („passiver Service-Hub“). Der Fokus liegt hier vor allem auf kostengünstigen, leicht nachrüstbaren, aber effizienten und unaufdringlichen Lösungen.

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